Europäischer Architekturfotografie-Preis 2005 noch zu tun

 

 

Ausstellung „Jahrhundertschritt“, Mohrmannhalle Oldenburg, Bildmotiv; „Stewardess“ aus der Serie „Arbeitsplätze“ von Daniela Finke, 1. Preis im Wettbewerb

Die besten Fotoserien des Europäischen Architekturfotografie-Preises 2005

Der Europäische Architekturfotografie-Preis wird seit 1995 alle zwei Jahre international ausgelobt. Die 28 besten Bildserien werden seither jeweils in einem Katalog dokumentiert und in einer internationalen Wanderausstellung gezeigt.

Der Europäische Architekturfotografie-Preis 2005 wurde am 2. Mai 2005 in der Bundeskunsthalle in Bonn verliehen, dort fand auch die Erstausstellung statt.

Beim Thema Arbeitsplätze war an den Arbeitsalltag der Menschen, an die Welt der Büros, der Computerarbeitsplätze, die Welt der Industrie, des Handwerks gedacht worden. Dass so viele Fotos zum Thema Baustelle eingereicht wurden (21 % aller Einsendungen!), hat überrascht, zumal Fotografen dafür nur noch selten beauftragt werden. Erwartungsgemäß wurden viele Serien zum Büroarbeitsplatz (20 %) und zum Thema Industrie (14 %) eingereicht. Insgesamt waren es 337 Arbeiten aus 29 Ländern. Vor allem überraschte das durchweg hohe Niveau!

Die Beiträge kamen aus aller Welt, von Helsinki bis San Francisco, von Reykjavik bis Athen, von Zürich bis Perth. Ausgeschrieben wurde der Preis zwar schon immer international, hatte aber, des höheren Bekanntheitsgrads wegen, bislang in der Regel ein Teilnehmerfeld mit deutscher Mehrheit. Dies verschiebt sich allmählich, was sich unter anderem darin ausdrückt, dass die Preise in diesem Jahr nach Italien, Belgien und Deutschland gehen – und auch das Feld der 25 Besten deutlich „bunter“ gemischt ist.

Die 2005 gegründete Bundesstiftung Baukultur nahm den Europäischen Architekturfotografie-Preis in die Liste der Preise auf, die als Instrumente der Baukulturförderung mit bundesweiter und internationaler Ausstrahlung hervorzuheben sind.

Wilfried Dechau, 1. Vorsitzender des architekturbild e.v.